Zweite Heimat Malaysia

27 Oktober 2008

Deepavali

Gestern war wieder mal ein nationaler Feiertag in Malaysia - Deepavali. Deepavali, das Fest der Lichter, ist das wichtigste Fest der Hindus im Land (6,3% der Bevölkerung). Vor knapp 3 Wochen waren die letzten beiden Feiertage in Malaysia - Hari Raya - zum Ende des Ramadan. Der nächste große Feiertag is dann bereits Weihnachten, auch das ist hier ein Nationalfeiertag. Danach dauert ist noch nur wenige Wochen bis das chinesische Neujahrsfest ansteht. Im Multikultiland Malaysia gibt es eben immer was zu feiern...


Fußbodengemälde aus Reiskörnern


Eingang zum Deepavali Markt am KL Sentral Bahnhof (beim Weihnachtsgeschenkekauf ;) )

22 Oktober 2008

Little India und Regen

Die Regenfestspiele in KL gehen weiter. In den letzten Tagen hat es sich auf zweimal Regen pro Tag eingepegelt (mittags und abends), gestern Abend nieselte es dann noch bis tief in die Nacht hinein. Einfach den Regenschirm immer am Mann haben!

Hier ein paar Bilder vom Sonntag von einem Ausflug in KL's Little India.


Ausgangspunkt war die Jamek Moschee (Masjid Jamek), die älteste Moschee von Kuala Lumpur, ca. 100 Jahre alt (Kuala Lumpur exisitert erst seit ca. 1870)


dann gings rüber nach Little India, wo die Strassenverkaufsstände mittlerweile eine Überdachung bekommen haben


und ab gings in den ersten Tuchladen...


heftiger Regen setzte ein, zum Glück haben die meisten Gebäude arkadenähnlichen Vorbauten


quer durch Gebäude mit weiteren Tuchläden gings zur anderen Strasse


am Ausgang warten bereits die ersten auf das Ende des Regens...


Wer einen Regenschirm hat ist klar im Vorteil, auf geht's zur anderen Straßenseite


hier gab es auch wieder überdachte Fußwege und viele Läden mit indischen Stoffen



Wer die Wal hat, hat die Qual


Vielleicht noch etwas Schmuck dazu?


Jetzt noch schnell zahlen und raus eine weiße Wand anschauen um von der Farbendosis runter zu kommen ;)


Auf dem Weg zurück hat sich der Regen zum einen Nieseln abgeschwächt (Im Hintergrund: der KL Tower, der auf dem Bukit Nanas Hügel steht, einem Mini-Regenwald mitten in der Stadt)


Durch den Regen hatte sich die Temperatur auf 22 Grad abgekühlt und das ist eine extreme niedrige Temperatur für die Region. Da braucht man schon fast eine Mütze.

15 Oktober 2008

Regen, Regen und wohin damit

In Kuala Lumpur is momentan die regenreichste Zeit des Jahres. In den letzten Tagen fängt es punktlich zum späten Nachmittag, so gegen 18Uhr, mit Schütten an. Ich find's super, Tropengewitter haben ihren besonderen Reiz und kühlen sogar die Temperatur etwas runter.


Im Laufe des Nachmittags (bis dahin herrscht drückende Hitze, blauer Himmel und Sonnenschein) kann man beobachten wie sich die Wolken am Horizont immer mehr auftürmen, hier ein besonders krasses Exemplar (bereits kurz vorm Regenbeginn)


Nach und nach zieht sich der Himmel zu und die Wolken werden dunkler...


Wo ist denn der Fernsehturm hin? Das sich anbahnende Gewitter zusammen mit dem Sonnenuntergang...


... es wird dunkler und dunkler, fast pausenlos hallt der Donner durch die Straßen..


... bis es schließlich losgeht, begleitet und Donner und Blitzen ....


Im Nu werden Straßen zu kleinen Flüßen und eine Überschwemmung wäre eigentlich unausweichlich. Da diese gewaltigen Tropenregen aber fast täglich vorkommen, hat mich sich natürlich etwas einfallen lassen müssen um die Wassmassen in den Griff zu bekommen...



Um jedes Haus und am Straßenrand gibt es kleine Ablaufkanäle, die das Wasser aus den Dachrinnen und der Strasse aufnehmen...


das fließt dann in breitere in tiefere Kanäle, ....


... die wiederum mit großen flußartigen Kanälen verbunden sind...


... welche schließlich in die großen Flüße fließen, die nicht mehr viel von ihrer ursprünglichen Form haben und tief einbetoniert sind um somit auch Pegelsprünge von 5 Meter und mehr in wenigen Minuten verkraften zu können. Selbst die reichen aber bei besonders extremen und langem Regen auch nicht mehr und überspülen dann die umliegenden Gebiete.

Für das Stadtzentrum hat man nun für solche Extremsituationen einen weltweit einzigartigen Tunnel bauen lassen. Den sogenannten SMART Tunnel. 10km davon dienen als Sturmwassertunnel, während 4km davon gemeinsam als Sturmwassertunnel/Autontunnel genutzt werden. Die untere Ebene der Röhre ist zum weiterverteilen des Regenwassers aus dem Stadtzentrum da, während auf den oberen zwei Ebenen Fahrbahnen sind die den Verkehr unterhalb einer Haupttrasse entlasten. Kurios dabei ist der Tunnel nicht gerade verläuft, sondern sich schlängelt. Das hat mit den Bodenbesitzrechten in Malaysia zu tun, die in der Theorie bis zum Erdmittelpunkt nach unten gelten! Also konnte der Tunnel nur dort gebaut werden wo die Stadt die Bodennutzungrechte erwerben konnte.

Bei Gewitter wird die untere Ebene geöffnet und als Ablaufkanal genutzt. Bei besonders heftigen Regefällen wird der Tunnel für den Verkehr gesperrt. Nachdem alle Fahrzeuge den Tunnel verlassen haben, werden Schleusen geöffnet und der Tunnel wird geflutet. Es dauert dann wieder ca. 2 Tage eher der SMART Tunnel für den Verkehr geöffnet wird. Der wurde übrigens von einer deutschen Firma gebaut. Und übrigens, die zweite, heißt Tunnelbohrmaschine auf englisch "tunnel boring machine", kein Mist!

13 Oktober 2008

Kuala Selangor

Gestern ging es auf einen Sonntagsauflug nach Kuala Selangor, einer kleinen Stadt (teilweise Fischerörtchen) an den Mündung des Selangorflüsses in die Malacca Meerenge (ca. 1,5h nordwestlich von Kuala Lumpur. Bekannt ist der Ort für die Fireflies (Kelip-kelip - eine Art Glühwörmchen), die dort in den Mangroven leben. Auf einem Kanufahrt im dunkeln sieht man dort ganze Bäume vor sich hin blinken. Doch dieses mal ging es tagsüber nach Kuala Selangor zu einem Festschmaus, denn dort bekommt man leckere Sachen aus dem Meer fangfrisch, gekonnt zubereitet und relativ günstig auf den Tisch, in den Magen.


Der Selangorfluß mit vielen chineschen Seafoodrestaurants


Blick von der Restaurantterasse: ein Fischerboote kommt gerade vom Fang herein


Aufgetischt und losgegessen bis der Magen streikt: allerlei verschiedene Muschel, Garnelen, Krabben, Suppen und Gemüse... hat nicht alles aufs Foto gepasst


.... nach der Schlacht

Nach der Essen gings zum Bukit Melawati, einem Hügel in der Stadt mit Museen, Aussicht und Überesten von alten Verteidigungsanlagen, denn der Hügel war ein perfekter strategischer Ort für verschiedene Gruppierungen um den Zugang zum Fluß zu überwachen und verteidigen. Heute ist der Hügel fest in der Hand von Affen die mit ein paar Locals ein Partnerschaft eingangen sind. Die Einheimischen verkaufen für 1 Ringgit ein kleines Bündel Bohnen an Touristen, die sich freuen die recht zahmen Affen zu füttern. Clever diese Äffchen...


Hier muß mal wieder die Straße gekehrt werden...


Dieser Punk hält noch Touristen mit Bohen Ausschau!


Das Revier wird mit schwerem Geschütz verteidigt!


Ey Leute, kommt alle schnell, der Typ hat frische Bohnen!


Das war lecker, jetzt erstmal sitzen und gucken....