Zweite Heimat Malaysia

27 September 2008

Quer durch den Regenwald (Gua Musang Highway)

Am Dienstag hieß es mit dem Auto von Kota Bahru (im Nordosten der Halbinsel) zurück ins 500km entfernte Kuala Lumpur. Die Strecke die wir vor 3 Wochen genommen hatten, entlang der Küste und dann die Autobahn quer rüber ist zwar entspannter, aber auch länger. Also nahmen wir die Strecke, die auch die Fernbusse nehmen, den Gua Musang Highway. Die Strecke konnte ich schon zweimal in den letzten Wochen im Bus erleben und war von den Fähigkeiten der Fahrer beindruckt, die die großen Busse scheinbar mühelos um die Kurven und die zahllosen LKWs vorbei lenkten. Jetzt hieß es: selbst ist der Mann (bzw. die Frau):



Zum Warm-up ging es die erste Stunde noch 4-spurig aus Kota Bahru heraus in das Hinterland von Kelantan.


... vorbei an idyllischen Landschaften mit Dörfer und Wasserbüffel, Bergen und Reisfeldern ...


... noch 412km bis KL, links die ersten Ölpalmenplantagen ...


... auf einem malaysischen Highway muss man immer aufmerksam sein und mit allem rechnen: links wird bereits das nächste halsbrecherische Überholmanöver vorbereitet und rechts Kühe, die vor ca. 10 Sekunden die Straße überquert hatten ..


... auch hübsch: Palmenallee ...


... mitten im Regenwald plötzlich dieses Konstrukt, scheint das Eingangstor zum Distrikt von Gua Musang zu sein ...


... bizarre Landschaft: abgeholzte Hügel vorbereitet für Ölpalmenplantagen ...



... Bahn frei, Kartoffelbrei: mal kein Auto oder LKW voraus ...


.... Ölpalmenplantagen (Malaysia ist einer der größter Palmenölhersteller der Welt) ...


.... und wieder ein rein in den Regenwald, jetzt wirds kurvig ...


... der nächste LKW voraus, schon mal mental auf ein gefährliches Überholmanöver vorbereiten ...


... alle paar Kilometer muß man an diesen alten Mercedestrucks vorbei, die Holzstämme transportieren. Bei der Anzahl dieser Transport muss man Angst haben, daß irgendwann nichts mehr vom Regenwald übrig bleibt ...


... sattes grün ...

Nach ca. 6,5 h waren wir gesund aber fertig und KL angekommen. Da ich die zweite hälfte der Strecke selbst gefahren bin, mußte ich feststellen, daß ich zum nach und nach auf der Strecke mir einen malaysischen Fahrstyle angewöhnt hatte - an diesem LKW musst du jetzt vorbei, koste es was es wolle ;) Kurz: der Gua Musang Highway (alle Fernbusse zwischen KL und Kota Bahru fahren diese Strecke) ist wunderschön aber auch anstrengend - und gefährlich.

20 September 2008

Ohne Visum zum Millionär

Geplant war ein Trip nach Sumatra, Indonesien für ein paar Tage in der nächsten Woche. Leider muß ich den Trip aber aus diversen logistischen Gründen ausfallen lassen. Trotzdem bin ich mit Alex und Conni zur indonesischen Botschaft gegangen um sich ein Visum austellen zu lassen. Normalerweise bekommt man ein Visum bei Ankunft in Indonesien, aber ein paar kleinere Ankunftsorte, wie Banda Aceh, bieten diesen Service nicht an. Also liefen wir in brütenter Mittagshitze zur Botschaft. Als wir in die Botschaft entreten wollten, stoppte uns ein Wachmann und deutete auf folgendes Schild:


Schild an der indonesischen Botschaft

Eintritt ist mit T-shirts, Shorts und Flip-Flops nicht gestattet. Alex und ich waren nicht natürlich mit der Backpacker-Uniform unterwegs und verstiessen gegen zwei der Vorlagen. Nur ein Vergehen (z.B. T-Shirt mit langer Hose und festen Schuhen) schien okay zu sein. Da Conni aus Schutz vor der Sonne lange Kleidung anhatte, konnte sie hinein. Es stellte sich heraus daß man eine Kopie des Ausweises, des Flugtickets und Passfotos brauchte - und 170 Ringgit. Kurzerhand wurde der Plan umgeworfen und auf eine Fähre von Penang nach Medan umgeschwenkt, die kostet nur 110 Ringgit und man bekommt das Visum vor Ort für knapp 80 Ringgit.

Zurück im Red Palm buchten sie die Fähre (Sasch schloß sich gleich mit an). Ich überlegte noch 24 Stunden ob ich nicht doch noch mitfahre. Glücklicherweise wurde mit dann die Entscheidung abgenommen, die Fährticket waren bereits vergriffen. Hari Raya steht kurz bevor und viele der hunderttausenden indonesischen Gastarbeiter in Malaysia werden die Chance wahrnehmen zu Hause die Feiertage zu verbringen. Da Malaysia in der südost-asiatischen Region wirtschaftlich stark aufgestellt ist, gibt es hier viele Gastarbeiter aus Ländern wie Indonesien, Phillippinen, Nepal, Bangladesh, Indien oder Pakistan die für billigere Löhne als Einheimische auf Baustellen, Restaurants, sonstigen Servicejobs oder Hausmädchen arbeiten.

Die indonesische Währung heißt Rupiah. Für einen Euro bekommt man 13 500 Rupiah. Nach dem Umtausch von 1000 Ringgit (200 Euro) wurde Sasch zu einem 2,6 fachen Rupiah-Millionär.


dua juta enam ratus ribu rupiah (2,6 Mio Rupiah)

19 September 2008

Besser als Kino, Politik in Malaysia

Nach der erinnerungswürdigen Wahl in Malaysia im März mit überraschenden Zugewinnen für die Opposition (siehe Malaysia hat gewählt), gibt es wieder einige interessante Entwicklungen.
Vor und nach der Wahl schaffte es Anwar Ibrahim die Oppositionsparteien zur einer Koalation (Pakatan Rakyat - PR) zu vereinigen, die somit im Parlament auf 80 von 222 Stimmen kommt. Anwar war unter dem langjährigen Ministerpräsendeten Mahatgir (1982-2003) Vizepräsent und Finanzminister. Er wurde von ihm zu seinem Nachfolger aufgebaut. Damals wurde er wohl aber zu mündig und widerspenstig für Mahathir. Durch eine merkwürdige und wohl politisch motivierte Anklage zur Sodomie (Homosexualität ist offiziell gesetzeswidrig in Malaysia) wandere Anwar 1998 in den Knast. 2004 wurde das Urteil aufgehoben und er wurde vorzeitig entlassen (ich saß damals völlig zufällig im selben Flugzeug Richtung Deutschland, als er sich nach der Entlassung dort medizinisch behandeln lies. Ich kam am Flughafen an der belagert wurde von tausenden von Anhängern irgendeines mir damals recht unbekannten Politikers - Anwar, aber ich schweife ab). Nach der Entlassung durfte Anwar 4 Jahr lang kein politisches Amt antreten - bis April diesen Jahres. Wahrscheinlich wurde daher dieses Jahr die Wahl auf den März vorgezogen, so daß er nicht gewählt werden konnte. Also führte Anwar ungewählt als Defacto-Führer die Fäden der Oppositionskoalition, die am Thron der Regierungskoalition Barisan Nasional (seit Staatsgründung vor 51 Jahren an Macht) zu sägen begann. Bereits kurz nach der Wahl gab es als Stichtag für einen Regierungswechsel den 16.September an. Der Plan ist genügende Parlementsmitglieder von der Regierungskoalition BN dazu zu bewegen die Seiten zu wechseln (31 PMs wären dazu notwendig für eine parlamentarische Mehrheit).


Aus einem Textildruckladen in der Puduraya Busstation - ein Mütze der Regierungskoalition Barisan Nasional auf einem T-Shirt der Oppositionspartei PKR - ein frommer Wunsch des Besitzers?

Vor einigen Wochen schienen sich die Ereignisse von 1998 wiederholen zu wollen. Ein Mitarbeiter seines Büros (23 Jahre alt) gab an von dem 60-jährigen sexuell missbraucht worden zu sein. Somit wurde Anwar zum zweiten Mal der Sodomie angeklagt. Es machte den Anschein einen unbequemen Gegner somit wieder aus dem Rennen nehmen zu wollen. Zwischendurch flüchtete Anwar einmal für eine Nacht in der türkische Botschaft, später würde zum Verhör festgenommen, kam aber durch Kaution frei. Momentan läuft noch die Anklage, nächsten Mittwoch gibt es die erste Anhörung vor Gericht. Doch das ist momentan nur ein Seitenstrang in der Handlung des Kinofilms. In den letzten Tagen wiederholte die Opposition und Anwar immer wieder den Plan am 16.September die Regierung zu übernehmen. Ein paar Tage vorher wurden plötzlich 51 Mitglieder der Regierungskoalition nach Taiwan zu einem Arbeits- und Weiterbildungstrip nach Taiwan geschickt, der bis zum 17.September (!) dauern sollte. Die Opposition schickte postwendent ein paar Leute hinterher um angeblich weitere Leute zur Übertritt in ihre Koalition zu überreden bzw. Feinheiten auszuhandeln.
Am vorherigen Freitag nutze die Polizei ein altes, überholtes Notzstandsgesetz (ISA) aus den Tagen des kommunistischen Aufstandes in den 50er und 60er Jahren um 3 Leute ohne Anhörung zu verhaften: einen bekannten regierungskritischen Blogger (Link zu dem von ihm begründeten Newsportals Malaysia Today), ein Mitglied der Opposition und eine Journalistin, mit der fadenscheinigen Begründung sie wurde die Stabilität des Landes gefährden. Dies löste große Empörung allerorten aus.
Jedenfalls verstrich der 16.September ohne das etwas geschah. Die Regierung war immer noch im Amt und das Parlament tagt momentan nicht da Ramadan ist. Anwar gab eine Erklärung ab, daß er die notwendige Anzahl an Übertrittlern hat, sie aber noch nicht bekannt geben will um einen sanften Übergang zu ermöglichen ohne ein politisches Chaos wie man es beispielsweise von Thailand (wie gerade passiert) gewohnt ist. Er fordete ein Meeting mit dem aktuellen Premierminister Badawi über die politische Zukunft des Landes, was abgelehnt wurde.
Gestern nun gab die Opposition einen Brief an den Premier ab, mit der Forderung nach einer Notstandssitzung des Parlamentes am kommenden Dienstag um einen Mißtrauensantrag für die Regierungs einzuleiten. Es wurde sich auf einen Paragrafen des Parlamentsgesetzes berufen um so eine Sitzung einzuforden. Der nächste Dienstag ist übrigens ein Tag vor der Verhandlung für den Nebenstrang der Sodomieanklage Anwars. Der Premier lehnte umgehend ab, und berief sich seinerseits auf einen Paragrafen. Er meinte der Opposition müße bis zur nächsten anberaumten Parlamentssitzung am 13.Oktober warten. Es wird spannend, der Showdown scheint kurz bevor zu stehen. Wird die bunte Opposition aus Regierungskritikern, Liberalen, Freidenkern, Islamisten und sonstigen Politikern mit ihren Versprechungen zur Bekämpfung der weitverbreiteten Korruption, völlige Öffnung der Medien und mehr Rassenharmonie die Regierung übernehmen oder nicht? Und wenn ja, kann sie ihre Versprechen halten und stabil regieren? Welche verzweifelten Maßnahmen wird die Regierung unternehmen um den Angriff auf ihre Macht abzuwehren? Ist dies der Anfang eines Mehrparteiensystem nach 51 Jahren ununterbrochener Regierung der selben Koalition nach der Unabhängig von den Briten?
Demnächst in diesem Kino...
Ich bleib dran ;)

16 September 2008

Alex' Handyblog

Während des diesjährigen Asienurlaubs bloggt Alex von seinem Handy aus, wie es sich für einen Computergott gehört. Ein kleiner Auszug von heute

KL Style Guide 2.1

Malaysian Style: Staumanagement:








Zum dem kompletten Blog geht hier (klick)

Alex und Conni is da


in der Food Republic im Pavillion Shopping Center mit John, Bea, Siti, Conni, Alex and Sofie

Ramadan in Malaysia

Am 1.September begann der Fastenmonat für die vielen Muslime in Malaysia (60% der 25 Millionen Einwohner). Das bedeuted daß bis ca. 5.30 Uhr am Morgen die letzte Mahlzeit (Sahur) eingenommen werden darf bis zum Abendgebet gegen 7.15 Uhr (in Kuala Lumpur, die Zeiten variieren je nach Längengrad). In dieser Zeit darf nicht gegessen, getrunken und geraucht werden im Gedenken an die Menschen denen es schlecht geht und nicht genügend auf dem Teller haben, um die Dinge besser zu schätzen die man hat. Aber auch eine Zeit das Gute in einem selber wieder etwas wach zu kitzeln. So in etwa die Theorie.
Ramadan ist aber auch eine gesellige und auch für Nicht-Muslime interessante Zeit. In dieser Zeit gibt es das beste Essen im Jahr. Gegen nachmittags um vier machen überall Ramadan Märkte auf (bazar ramadan) mit den unterschiedlichsten Gerichten (manche davon bekommt man nur während diesen Monats). Dann wird mit knurrenden Magen das geholt was lecker aussieht. Dabei sind die Augen meistens größer als der Magen.
Schließlich trifft man sich nach 7 Uhr abends mit Familie oder Freunden zum gemeinsamen Fastenbrechen, was teilweise zum einem Fressgelage wird mit dem Tisch voller verschiedener Gerichte: Reis, Curries, Suppen, Kuchen, Früchten etc.
Viele Hotels bieten in dieser Zeit auch Ramadan Büffets an (das bringt mich gerade auf eine Idee ;)
Anders als in arabischen Ländern ist es aber aber für Nicht-Muslime kein Problem im multikulturellen Kuala Lumpur tagsüber etwas zu Essen zu bekommen. Es brutzelt und köchelt an jeder Ecke wie eh und je. Nur in ländlichen Gegenden wird es da schon etwas schwieriger. Auf unserer 8-stündigen Busfahrt letzte Woche von Kota Bahru nach KL beispielsweise gab es zwar einen Raststopp aber das dortige Restaurant war geschlossen.
Die ersten 3 Tage im Oktober wird dann Hari Raya gefeiert (auch als Eid Al-fitri bekannt). Der wichtigste Feiertag der Muslime, von der Bedeutung mit unserem Weihnachten zu vergleichen. Dann heißt es "balik kampung" (zurück ins Dorf). Ein Großteil der Bevölkung fährt zurück zu ihren Familien um dort Raya zu feiern. Dann wird es fast schon entspannend ruhig werden in der Großstadt.
Mahlzeit!


So sah Sascha's Tisch als er vom Ramadan Markt zurückkam: Curryhühnchen, Kebab, Rendang Beef, und diverse malaiische Desserts, runtergespült mit Milo Ais (Kakao mit Eis)

12 September 2008

An der Ostküste

Mittlerweile bin ich schon wieder ein paar Tage zurück in Kuala Lumpur und bin noch dazu gekommen die kleine Reise zu Ende zu dokumentieren. Daher gibt es aus Zeitgründen eine kurze Bilderzusammenfassung.


Von Cherating ging es nördlich entlang der Ostküste. Erste Station: Kuala Terengganu
Mehr zu KT in meinem Entrag vom März (klicken)


ca. eine Stunde außerhalb von KT liegt der Tasik Kenyir, der größte Stausee Südostasiens. Die Flutung formte eine bizarre Seen- und Insellandschaft mitten im tropischen Regenwald. Man fühlt sich völlig vom Zivilisationsstress entrückt wenn man dort ist. Leider soweit das nicht mal ein Bootsfahrer aufzufinden war für einen kleine Bootstour bei unserem Tagesabstecher dorthin.


Weiter gings nach Kota Bahru in Kelantan. Kelantan gilt es Herzland der traditionellen malaiisch-islamischen Kultur. Im Grenzgebiet mit Thailand gibt es aber auch thailändische-buddhistische Einflüße und wiederhin auf thailändischer Seite ist die Mehrheit der Bevölkerung in dieser Provinz muslimisch. Hier ein Foto von einem abenteuerlichen Essen in einem Thai-restaurant nördlich von KB: gebraten Bienen, echt lecker!


Buddhistische Temple kurz vor der thailändischen Grenze


Grenzfluß zwischen Malaysia and Thailand (im Hintergrund) am Tokbai Grenzübertragung. Wir sind bloß mal kurz rübergeschippert um am Grenzmarkt nach Thaikissen zu suchen.


Perhentian Islands, 2 wunderschöne Inseln und eines der beliebtestes Reiseziele in Malaysia. Wir verbrachten 2 bzw. 3 Nächte dort (Sash blieb eine Nacht länger um noch ein paar Tauchgänge mehr zu machen). Er war überrascht daß Tauchen so günstig war (sogar günstiger als in Vietnam und Thailand).


Fischerboote in einem malaiischen Dorf (=Kampung) außerhalb von Kota Bahru

01 September 2008

Cherating

Auf unserer kleinen einwöchigen Reise zur Ostküste der der malaysischen Halbinsel ging es zuerst für einen Zwischenstopp nach Cherating.



Cherating war einmal ein verschlafenes Fischerdorf, das Rucksacktouristen in den 80er und 90ern für sich entdecken. In den letzten Jahren wurde von der Regierung einiges in die Infrastruktur gesteckt (Straßenlaternen, Fußwege, Straße etc.), neben den logistischen Vorteilen wurde dabei sicherlich einiges an Charm kaputt gemacht. Für einen Zwischenstopp bleibt es aber allemal ein angenehmes und entspanntes Ziel (der wohl erhoffte Touristenstrom blieb doch größtenteils aus). So gibt es ein paar Bungalowanlagen, einige wenige Kneipen und Läden und einen meist leeren Strand. Der Strand selbt erinnert dabei eher an die Ostsee, da keine Palmen sich postkartentauglich über den Strand biegen, sondern Kiefernähnliche Bäume.
Trotz allem ist es der einzige Backpackertaugliche Ort an der Ostküste (neben den traumhaften Inseln) dessen relaxte Atmosphäre einige gar dazu animiert einige Jahre dort zu bleiben. Dieses Mal trafen wir einen Engländer, der nach 30 Jahren Arbeit als Flugzeugingeneur sich dort niederließ. Zum Zeitvertrieb unternimmt er mit Touristen Mountainbiketouren in die unliegenden mit Dschungel bewachsenen Hügel, gibt Windsurfstunden und ist ausgebildeter Reikimaster (eine Art Heilen durch Handauflegen).
Wir trafen ihn als wir am Ende des Strandes einen kleinen Weg über den Hügel nahmen um an eine kleine, einsame Lagune zu kommen. Er joggte dort gerade in der brüteten Mittagshitze.
Auch schauten wir bei einem alten Freund vorbei, den ich bei meinem ersten Cheratingbesuch kennenlernte hatte. Ein Malaysier, der in der Nähe als Manager auf einer Ölplattform arbeitet. Doch statt Schlips und einer schicken Villa, hat er lange Haar und hat sich ein einfaches Holzhaus auf Stelzen an das Flußufer gebaut. Der Blick von seiner Terasse auf den Mangrovenfluß ist schon Grund genug für mich immer mal wieder vorbeizuschauen.
Normalerweise ist die kurze Promenade von Cherating ruhig und verschlafen, doch da es das Merdeka-Wochenende war (Feiertag), wimmelte von jungen Malaien aus der Umgebung, die mit ihren Mopeds in Scharen unterwegs waren.
Alles in allem in schöner Tag, der natürlich mit Fische und Muscheln zum Abendessen abgerunded wurde.


Mit Curtney und Sash vorm Südchinesischen Meer
Auf dem Hinweg verfuhren wir uns etwas und ladeten in eine Industrieviertel zur Ölweiterverarbeitung und schließliche am Ende der Strasse...


Mangroven


Der Strand von Cherating


Kinder an der Promadenstraße, es wird der Unabhängigkeitstag gefeiert


Eine Mopedgang fährt an uns vorbei