Formel 1 Grand Prix in Sepang / Grand Slam Sunday
Mit etwas Glück und Beziehung (ja, die ist überall wichtig ;) hab ich für das Formel 1 Rennen ein kostenloses Ticket bekommen. Obwohl die Preise hier von 30 - 400 Euro als relativ "günstig" gelten, hätte ich mir niemals ein Ticket geholt, obwohl ich ein Fan bin. Im Fernsehen läßt sich das entspannter anschauen. So konnte ich aber nicht nein sagen und bin mit Hostelstammgast und Motorsportexperten John (der seit geraumer Zeit an seiner Vision für eine Motorsport Universität Malaysia arbeitet) zum Rennen gefahren. Der Eintritt war zwar frei für uns, aber mußten wir mit einer ordentlichen Portion Sonnenbrand bezahlen, dafür reichten die paar hundert Meter von der Hauptstraße die Böschung hinauf zur Strecke, ja und ein etwas herumlaufen bis zum Rennstart.
Der Sonnenbrandhügel des Todes

Viele Finnische Fans

Entgegen meiner ersten Hoffnung war unser Sitzplatz nicht auf der Start-Ziel-Geraden, sonsten auf der gegenüberliegenden Geraden. Bis zum Rennanfang liefen wir den Mallbereich ab.

Als einzige Verpflegung gab es nur 25-Ringgit-Combos mit Hamburger/Hot-Dog/Satay und Chips und Softdrink. Trotzdem standen die Leute Schlange und das Essen war an den meisten Ständen bereits weit vor dem Rennen ausverkauft.

Ich hatte mich zum Glück vor Abfahrt noch mit einem einem Tosai vom Inder nebenan (für 1 Ringgit) vollgestopft. John, redefreundlich wie immer, quatschte einen Koch an, der gerade am Eingang einer VIP-Lounge eine Pause machte und versuchte mich als deutschen Chefkoch zu verkaufen, aufgrund meiner Weihnachtsmarkterfahrung am Bratwurststand.
"Keep off the grass"!

Zum Rennanfang waren wir dann endlich an unserem Sitzplatz am Anfang der Geraden, südlich der Mallarea. Der Lautstärke und Vibration der vorbeifahrenden Autos ist noch krasser als man es erwartet und ich stopfte mir schnell etwas in die Ohren. Viele Leute hatten sich Ohrschutzköpfhörer mit Streckenfunk gekauft oder gar einen tragbaren Fernseher, um am Ball zu bleiben. Wir versuchten ohne diese Hilfe auszukommen. Immerhin wußte ich immer das der rote Ferrari der erste war, der zweite Ferrari schied zum Glück recht früh aus, was das Ganze vereinfachte. Der Zweite war ein BMW. Doch welcher Fahrer darin saß und wie die sonstige Reihenfolge war, blieb ein großes Rätsel. Aber es war laut und der ganz Körper hat mitgeschwingt beim Vorbeifahren der Autos.
Unser Blick

Es gibt sicher gemütlichere Schlafplätze:

Ja, ich war beim Formel 1 vor Ort dabei. Das nächste Mal wieder vorm Fernsehen.
Leider, blieb auch mein Wunsch eines Regenrennens (in den letzten Tagen schüttete es ordentlich in KL) unerfüllt. Erst auf der Rückfahrt in die Stadt fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf bis Mitten in die Nacht, als der Sporttag mit dem Grandslam Sonntag (ManU - Liverpool und Chelsea-Arsenal) beim Inder nebenan ausgeklungen wurde, auf malaysische Art. Wenn etwas wirklich malaysisch ist, dann englischen Fußball bei seinem Mamak (muslimisches indisches Restaurant) zu schauen. Boss, Teh Tarik - satu lagi!
Volles Haus beim Inder!




























