Cherating
Auf unserer kleinen einwöchigen Reise zur Ostküste der der malaysischen Halbinsel ging es zuerst für einen Zwischenstopp nach Cherating.

Cherating war einmal ein verschlafenes Fischerdorf, das Rucksacktouristen in den 80er und 90ern für sich entdecken. In den letzten Jahren wurde von der Regierung einiges in die Infrastruktur gesteckt (Straßenlaternen, Fußwege, Straße etc.), neben den logistischen Vorteilen wurde dabei sicherlich einiges an Charm kaputt gemacht. Für einen Zwischenstopp bleibt es aber allemal ein angenehmes und entspanntes Ziel (der wohl erhoffte Touristenstrom blieb doch größtenteils aus). So gibt es ein paar Bungalowanlagen, einige wenige Kneipen und Läden und einen meist leeren Strand. Der Strand selbt erinnert dabei eher an die Ostsee, da keine Palmen sich postkartentauglich über den Strand biegen, sondern Kiefernähnliche Bäume.
Trotz allem ist es der einzige Backpackertaugliche Ort an der Ostküste (neben den traumhaften Inseln) dessen relaxte Atmosphäre einige gar dazu animiert einige Jahre dort zu bleiben. Dieses Mal trafen wir einen Engländer, der nach 30 Jahren Arbeit als Flugzeugingeneur sich dort niederließ. Zum Zeitvertrieb unternimmt er mit Touristen Mountainbiketouren in die unliegenden mit Dschungel bewachsenen Hügel, gibt Windsurfstunden und ist ausgebildeter Reikimaster (eine Art Heilen durch Handauflegen).
Wir trafen ihn als wir am Ende des Strandes einen kleinen Weg über den Hügel nahmen um an eine kleine, einsame Lagune zu kommen. Er joggte dort gerade in der brüteten Mittagshitze.
Auch schauten wir bei einem alten Freund vorbei, den ich bei meinem ersten Cheratingbesuch kennenlernte hatte. Ein Malaysier, der in der Nähe als Manager auf einer Ölplattform arbeitet. Doch statt Schlips und einer schicken Villa, hat er lange Haar und hat sich ein einfaches Holzhaus auf Stelzen an das Flußufer gebaut. Der Blick von seiner Terasse auf den Mangrovenfluß ist schon Grund genug für mich immer mal wieder vorbeizuschauen.
Normalerweise ist die kurze Promenade von Cherating ruhig und verschlafen, doch da es das Merdeka-Wochenende war (Feiertag), wimmelte von jungen Malaien aus der Umgebung, die mit ihren Mopeds in Scharen unterwegs waren.
Alles in allem in schöner Tag, der natürlich mit Fische und Muscheln zum Abendessen abgerunded wurde.

Mit Curtney und Sash vorm Südchinesischen Meer
Auf dem Hinweg verfuhren wir uns etwas und ladeten in eine Industrieviertel zur Ölweiterverarbeitung und schließliche am Ende der Strasse...

Mangroven

Der Strand von Cherating

Kinder an der Promadenstraße, es wird der Unabhängigkeitstag gefeiert
Eine Mopedgang fährt an uns vorbei

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