Zweite Heimat Malaysia

13 April 2008

Zurück in der ersten Heimat

Die 3 Monate in Malaysia verbringen wie im Flug und plötzlich befinde mich wieder in Deutschland, daß versucht den Winter abzuschütteln mit viel Regen. Was ist plötzlich anders?
- lange Hosen, Socken, feste Schuhe
- bewegen ohne Schwitzen (nicht mehr 2-4 mal am Tag duschen)
- extrem ebene Straßen (Respekt an unsere Straßenbauer, dabei ist Kuala Lumpur gut ausgebaut als Vergleichswert)
- Rechtsverkehr (der immer noch etwas unnatürlich wirkt)
- Speisen die hauptsächlich mit nur Pfeffer und Salz gewürzt sind
- man kann ohne Ventilator schlafen
- Leipzig wirkt momentan sehr provinziell (oder hab ich mich so sehr an Verkehrsstaus gewöhnt?)
- Ich muss mir mein Essen selbst zubereiten
- ein etwas rauherer Umgangston zwischen den Menschen
- keine Mopeds auf den Straßen
- bleim Blinken mach ich noch öfters den Scheibenwischer an
- guter, preisgünstiger Käse, billige Schokolade, dunkles Brot mit Krust
- Kein Teh Tarik, Snacks from Inder, Straßenessen mit Inder, Malaien oder Chinese rund um die Uhr, jederzeit, jederort
- große Baumärkte (in Malaysia gibt's noch die kleine Läden mit allem möglichen Zeug verteilt auf ein paar Quadratmeter)
- ganz schön viele Deutsche

Malaysia, ich bin bald wieder da!
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04 April 2008

Hostel Alltag im Red Palm

Nur noch ein paar Tage, dann sind die 3 Monate Malaysia schon wieder rum. Wie immer viel, viel, vieeel zu kurz, besondern nachdem ich im letzten Jahr gar nicht hier war. Dafuer dann dieses Jahr zweimal falls alles klappt. In den ersten 2 Monaten war ich fast nur vorm Rechner und habe Auftraege abgearbeitet. In den letzten Tagen gab es dann doch mal Zeit zum Luft holen und ich konnte endlich etwas mehr Zeit im kleinen Paradies names "Red Palm" verbringen, dem Hostel fuer Rucksacktouristen (Backpacker), dessen Existenz auch ein bisschen meine Schuld ist.
Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen dass ich Sofie (der unangefochtene Boss und die Herz und Seele von Red Palm) dieses Jahr nicht so viel helfen konnte wie vorher. Ausser ein paar Aufraeumaktionen und grafischen Sachen (ich versuch immer die Sachen zu machen die Alltagstress untergehen, bzw. fuer die keine zeit bleibt) hatte ich nocht nichts gemacht in diesem Jahr. Erst jetzt kam ich dazu auch einmal ein paar Gaeste einchecken mit der ueblichen Red Palm-Tour (die Hausregeln, die Kueche, der Pokerscam und so weiter)... Da waren wieder interessante Leute dabei. Der Schotte, der jedes Jahr in Asien ist, sich aber hier nur von KFC und McDonalds (unglaublich) ernaehrt, der Deutsche, der Durian liebt (unglaublich es gibt noch einen), der Kalifonierer der mich in die Tricks des Computer-kaufens in den USA einfuehrte (unglaublich viel billiger) und sich noch dem Weg zum hiesigen IKEA erkundigte, da er sich die Suburbs von Kuala Lumpur anschauen wollte, und natuerlich John, der Englaender, der seiner Version von einer Motorsport Universitaet in Malaysia nachgeht. Im Red Palm wird es nie langweilig, denn wie John es so schoen formulierte, ich bin zu faul die Welt zu bereisen, ich bleibe im Red Palm und lass die Welt zu mir kommen ;)
Ja, und dann hab ich mich noch als Maler betaetigt, frisch gestrichene Aussenmauern und frisch versiegelte Ziegelsteine sind mein neues "Meisterwerk". Gestern wollte ich nur die Fliesen vor dem Haus lackieren, doch dann kann der tropische Regen in die Quere...
Muss erstmal los....

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24 März 2008

Formel 1 Grand Prix in Sepang / Grand Slam Sunday

Mit etwas Glück und Beziehung (ja, die ist überall wichtig ;) hab ich für das Formel 1 Rennen ein kostenloses Ticket bekommen. Obwohl die Preise hier von 30 - 400 Euro als relativ "günstig" gelten, hätte ich mir niemals ein Ticket geholt, obwohl ich ein Fan bin. Im Fernsehen läßt sich das entspannter anschauen. So konnte ich aber nicht nein sagen und bin mit Hostelstammgast und Motorsportexperten John (der seit geraumer Zeit an seiner Vision für eine Motorsport Universität Malaysia arbeitet) zum Rennen gefahren. Der Eintritt war zwar frei für uns, aber mußten wir mit einer ordentlichen Portion Sonnenbrand bezahlen, dafür reichten die paar hundert Meter von der Hauptstraße die Böschung hinauf zur Strecke, ja und ein etwas herumlaufen bis zum Rennstart.

Der Sonnenbrandhügel des Todes


Viele Finnische Fans


Entgegen meiner ersten Hoffnung war unser Sitzplatz nicht auf der Start-Ziel-Geraden, sonsten auf der gegenüberliegenden Geraden. Bis zum Rennanfang liefen wir den Mallbereich ab.



Als einzige Verpflegung gab es nur 25-Ringgit-Combos mit Hamburger/Hot-Dog/Satay und Chips und Softdrink. Trotzdem standen die Leute Schlange und das Essen war an den meisten Ständen bereits weit vor dem Rennen ausverkauft.




Ich hatte mich zum Glück vor Abfahrt noch mit einem einem Tosai vom Inder nebenan (für 1 Ringgit) vollgestopft. John, redefreundlich wie immer, quatschte einen Koch an, der gerade am Eingang einer VIP-Lounge eine Pause machte und versuchte mich als deutschen Chefkoch zu verkaufen, aufgrund meiner Weihnachtsmarkterfahrung am Bratwurststand.

"Keep off the grass"!


Zum Rennanfang waren wir dann endlich an unserem Sitzplatz am Anfang der Geraden, südlich der Mallarea. Der Lautstärke und Vibration der vorbeifahrenden Autos ist noch krasser als man es erwartet und ich stopfte mir schnell etwas in die Ohren. Viele Leute hatten sich Ohrschutzköpfhörer mit Streckenfunk gekauft oder gar einen tragbaren Fernseher, um am Ball zu bleiben. Wir versuchten ohne diese Hilfe auszukommen. Immerhin wußte ich immer das der rote Ferrari der erste war, der zweite Ferrari schied zum Glück recht früh aus, was das Ganze vereinfachte. Der Zweite war ein BMW. Doch welcher Fahrer darin saß und wie die sonstige Reihenfolge war, blieb ein großes Rätsel. Aber es war laut und der ganz Körper hat mitgeschwingt beim Vorbeifahren der Autos.

Unser Blick


Es gibt sicher gemütlichere Schlafplätze:


Ja, ich war beim Formel 1 vor Ort dabei. Das nächste Mal wieder vorm Fernsehen.
Leider, blieb auch mein Wunsch eines Regenrennens (in den letzten Tagen schüttete es ordentlich in KL) unerfüllt. Erst auf der Rückfahrt in die Stadt fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf bis Mitten in die Nacht, als der Sporttag mit dem Grandslam Sonntag (ManU - Liverpool und Chelsea-Arsenal) beim Inder nebenan ausgeklungen wurde, auf malaysische Art. Wenn etwas wirklich malaysisch ist, dann englischen Fußball bei seinem Mamak (muslimisches indisches Restaurant) zu schauen. Boss, Teh Tarik - satu lagi!

Volles Haus beim Inder!

14 März 2008

Kuala Terengganu

Jetzt endlich ein paar Bilder aus Kuala Terengganu letztes Wochenende. KT, Malaysier lieben Abkürzungen bei Städtenamen, is die Hauptstadt vom Bundestaat Terengganu an der Ostküste der malaysischen Halbinsel. Es ist ein kleinere Stadt mit 350.000 Einwohner, obwohl sie eigentlich kleiner wirkt, wahrscheinlich sind da die ganzen Vororte (Dörfer) mit einbezogen. Laut Reiseführer war die Stadt noch vor einigen Jahren nicht viel mehr als ein übergroßes Fischerdorf an der Mündung vom Sungai Terengganu. Doch seit dem Ölfunden vor der Ostküste hat sich die Stadt relative rasant entwicklt, aber ist immer noch recht entspannt und provinziell im Vergleich zu Kuala Lumpur. Aber die Staus auf der Straße gibt es mittlerweile dort auch. Terengganu zählt die den Regionen in der die malaiische Kultur zuhause ist. Die Malaiien machen hier nahezu 100% der Bevölkerung aus, aber in Kuala Terengganu gibt es auch ein kleines Chinatown, das idyllisch am Flussufer liegt mit Häusern die sich auf nach hinten raus auf Stelzen in den Fluss fortsetzen.
KT wird von den meisten Rucksacktouristen übersprungen, ist aber allemahl einen 2-tätigen Besuch wert, finde ich.

Chinatown


Auf der Rückseite wachsen die Häuser in den Fluss




Auf der Flußinsel Duyung werden noch traditionell Boote gebaut oder in diesem Fall wohl eher repariert


Blick von Chinatown über den Fluss nach Pulau Duyung beim Sonnenuntergang


idyllische Szenerie, nur 10min Bootsfahrt vom Stadtzentrum


die Zainal Abidin Moschee


und die brandneue Krystall-Moschee, die Teil des neueröffneten Islamic Civilisation Parks ist, wo Miniaturversionen von den berühmten Moscheen der Welt nachgebaut wurden


und natürlich die berühmte "Floating Mosque", die so heißt weil so auf dem Wasser zu schweben scheint


Natürlich gibt es hier auch eine farbenfrohen Markt, wo über frischen Fisch, Obst, Gemüse, Snacks, Klamotten so ziemlich alles gibt



Hier gibt's noch mehr Fotos